Fragestellungen der Studie:

  • Wozu und wie werden Erklärvideos von Jugendlichen für unterrichtliche Themen genutzt?

Rezension zur Studie

Cwielong, I. A. & Kommer, S. (2020). „Wozu noch Schule, wenn es YouTube gibt?“ – Warum eine scheiternde Didaktik neue Formen des selbstorganisierten und selbstbestimmten Lernens fördert. In K. Kaspar, M. Becker-Mrotzek, S. Hofhues, J. König & D. Schmeinck (Hrsg.), Bildung, Schule, Digitalisierung (S. 38–44).

Die zunehmende Zahl an Erklärvideos auf Internetplattformen und deren – seit der Verbreitung des Smartphones – problemlose Erreichbarkeit haben dazu geführt, dass Schülerinnen und Schüler auf ein breites Angebot zugreifen können, das möglicherweise insbesondere in schwach didaktisierten Fächern das Potenzial hat, Lernen deutlich zu verbessern. Dadurch eröffnen sich Räume für selbstorganisiertes und selbstbestimmtes Lernen, die sich nach Einschätzung von Cwielong und Kommer bis hin zu einer Legitimationskrise des traditionellen schulischen Unterrichts ausweiten können.

Gleichwohl bestehen umfassende Defizite in der Kenntnis über Anlass, Häufigkeit, Form, Kontext und Ort der Nutzung von Erklärvideos und auch über fachspezifische Differenzen der Nutzung und ihre Verknüpfung mit Lernstrategien ist wenig bekannt. Die Forschenden gehen diesem Desiderat anhand einer Fragebogenstudie mit 682 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 und 11 nach.

Die Ergebnisse zeigen, dass mehr als ein Viertel der Befragten mindestens wöchentlich Erklärvideos nutzt und dass dies häufiger für Mathematik, seltener für Deutsch, Englisch oder Geschichte geschieht. Die Nutzung erfolgt häufig per Smartphone zu Hause und wird durch ergänzende Lernstrategien begleitet. Erweist sich ein Erklärvideo als ungeeignet, dann werden weitere Videos zum Thema herangezogen. Jugendliche setzen Erklärvideos vor allem dann ein, wenn sie die Erklärungen im Unterricht nicht verstehen oder wenn sie sich auf Klausuren vorbereiten.

Die Untersuchung von Cwielong und Kommer stellt einen wichtigen und sinnvollen Schritt zum Verständnis des Einsatzes von Erklärvideos dar, auch wenn in zukünftigen Arbeiten die Auswertungen noch intensiviert, methodische Schritte besser und vollständiger als in diesem Beitrag geschehen erläutert und manche möglicherweise übertriebenen bzw. ideologischen Aussagen und Erwartungen (etwa zur Legitimationskrise des normalen Unterrichts) dringend präzisiert bzw. abgeschwächt oder empirisch belegt werden müssen.

Nichtsdestotrotz hat die Studie das Potenzial, einen sinnvollen Impuls für weitere Forschung zu Erklärvideos zu liefern.

Nachfolgende Reflexionsfragen sind ein Angebot, die Befunde der rezensierten Studie auf das eigene Handeln als Lehrkraft oder Schulleitungsmitglied zu beziehen und zu überlegen, inwiefern sich Anregungen für die eigene Handlungspraxis ergeben. Die Befunde der rezensierten Studien sind nicht immer generalisierbar, was z. B. in einer begrenzten Stichprobe begründet ist. Aber auch in diesen Fällen können die Ergebnisse interessante Hinweise liefern, um über die eigene pädagogische und schulentwicklerische Praxis zu reflektieren.

Reflexionsfragen für Lehrkräfte

  • Wie intensiv habe ich mich selbst bereits mit Erklärvideos auseinandergesetzt? 
  • Welche Erfahrungen berichten mir Schülerinnen und Schüler diesbezüglich und worin sehen sie Stärken (und gegebenenfalls Schwächen) dieser Videos?
  • Welche Ansätze lassen sich aus den Antworten der Schülerinnen und Schülern und aus den eigenen Erfahrungen mit Erklärvideos dafür gewinnen, den eigenen Unterricht weiterzuentwickeln?
  • Wie lassen sich Erklärvideos in Verbindung mit dem Unterricht einsetzen, etwa in der Nachbereitung von Themen durch die Schülerinnen und Schüler? 
  • Wie könnte eine gewinnbringende Integration im Unterricht aussehen?

Reflexionsfragen für Schulleitungen

  • Wie können digitale Medien für die Unterrichtsgestaltung an meiner Schule genutzt werden?
  • Welche Synergieeffekte erscheinen mir möglich?
  • Welche Haltung gegenüber Erklärvideos finde ich im Kollegium vor?

Cwielong und Kommer erkennen in der Gründung der Plattform YouTube (2005) und den damit einhergehenden nahezu unbegrenzten Möglichkeiten, auf das inhaltlich breit gefächerte Angebot der dort eingestellten Erklärvideos oder Tutorials zugreifen zu können, einen neuen Zugang zu Bildungsressourcen – auch abseits von gedruckten Texten und den Strukturen des Schulunterrichts.

Sie rekurrieren auf eine im Jahr 2014 durchgeführte Studie, nach der digitale audiovisuelle Medien von Kindern und Jugendlichen für den Wissenserwerb zu schulischen wie außerschulischen Themen auf breiter Basis genutzt werden (Bitkom, 2014). Erklärvideos bzw. Tutorials spielen hierbei eine bedeutende Rolle.

Des Weiteren führen sie aus, dass in der JIM-Studie 2017/18 über 60 % der befragten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren angaben, sich mittels YouTube über die für sie relevanten Themen zu informieren (Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest 2017, 2018). Allerdings gebe es im deutschsprachigen Raum darüber hinaus nur wenige Daten über die jugendspezifische informationsorientierte Nutzung der Erklärvideos auf YouTube.

An diesem Punkt setzt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt „Digitale außerschulische lern- und bildungsbezogene Handlungspraxen von Jugendlichen“ (Dab-J) an. Es zielt neben der Aufklärung des Spannungsverhältnisses zwischen formaler, non-formaler und informeller Bildung im Rahmen einer durch die Digitalisierung veränderten Lebenswelt auch auf die Untersuchung des digitalen Medienhandelns beim außerschulischen Lernen von Jugendlichen ab.

Eine erste Arbeitsphase bestand in einer Markt- und Medienanalyse, um auf der Plattform für ausgewählte Schulfächer relevante Videos zu identifizieren, zu analysieren und zu vergleichen. In einer weiteren Arbeitsphase erfolgte in der zweiten Jahreshälfte 2019 eine quantitative Befragung von rund 1 000 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 9 bis 11 an Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien im Bundesland Bremen sowie der Region Aachen.

Stichprobe
In die hier vorliegende Studie gingen Daten von 682 Schülerinnen und Schülern der Region Aachen ein, die zu etwa drei Viertel der Jahrgangsstufe 9 und zu einem Viertel der Jahrgangsstufe 11 angehörten. Die Schülerinnen und Schüler kamen aus 19 Schulen. 49.1 % der Teilnehmenden besuchten ein Gymnasium, 28.2 % eine Gesamtschule und 22.7 % eine Realschule. Das Geschlechterverhältnis war weitgehend ausgeglichen (360 weiblich, 319 männlich, 3 divers).

Erhebungsinstrumente
Die Erhebung erfolgte mittels eines digitalen Befragungstools. Die Schülerinnen und Schüler griffen mittels vernetzter Chromebooks auf den Fragebogen zu. Die 37 Fragen (insgesamt 246 Items) zielten auf die Erfassung der Handlungspraxen beim Umgang mit Erklärvideos bzw. Tutorials ab: Es wurden Häufigkeit, Form und Ort der Nutzung sowie Nutzungsanlass und Kontext erfragt, wobei zwischen schulbezogenen und nicht-schulbezogenen Anlässen unterschieden wurde. Für den schulischen Kontext wurde auch die fachspezifische Nutzung und Lernstrategie erfragt. Zudem wurde gemeinschaftsbasiertes Lernen thematisiert. Weitere Details zu den genutzten Items können dem Beitrag nicht entnommen werden.

Auswertung
Präsentiert werden deskriptive Befunde der Untersuchung.

Mehr als ein Viertel der Befragten nutzt mindestens wöchentlich Erklärvideos, nur 7 Schülerinnen und Schüler gaben an, Erklärvideos nie anzuschauen. Beschränkt man den Blick auf die explizit schulrelevanten Tutorials, dann zeigt sich je nach Fach eine sehr unterschiedliche Nutzungsfrequenz. So werden Tutorials am häufigsten für das Fach Mathematik genutzt (44 % der Jugendlichen setzen sie mehrmals im Monat ein), während sie z. B. für Deutsch, Englisch und Geschichte deutlich seltener angeschaut werden.

Die Nutzung der Erklärvideos erfolgt am häufigsten per Smartphone zu Hause. Dabei kommt es häufig nicht nur zum reinen Zuhören, sondern es werden auch ergänzende Bearbeitungsstrategien, wie z. B. das Anfertigen von Notizen oder das Erstellen von Screenshots genutzt. Auf metakognitiver Ebene erfolgen beispielsweise Versuche, den Inhalt anderen Personen zu erklären. Erweist sich das Erklärvideo als nicht besonders hilfreich, dann versuchen drei Viertel der Befragten, weitere Videos heranzuziehen. Erklärvideos werden von den Befragten vornehmlich genutzt, wenn sie den Stoff noch nicht verstanden haben oder eine Klausur vorzubereiten ist.

Beinahe die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer stellt sich zumindest gelegentlich die Frage, ob der Inhalt der Videos richtig ist. 9 % der Befragten gaben sogar an, sich diese Frage immer zu stellen.

Auffällig ist, dass einige Schülerinnen und Schüler die Erklärvideos als Gegenentwurf zum „normalen“ Unterricht verwenden: 46 % der Befragten geben an, sie würden diese Videos einsetzen, da sie unzufrieden mit den Erklärungen ihrer Lehrkräfte sind. Aus diesem Befund leiten Cwielong und Kommer die Befürchtung ab, dass sich langfristig ein Legitimationsdilemma für den Schulunterricht ergeben könnte: Warum sollten sich Lernende einem unbefriedigenden Lernangebot in der Schule aussetzen, wenn das Internet Besseres biete? Vor diesem Hintergrund mahnen Cwielong und Kommer einen (nicht näher erläuterten) Wandel der (Fach-) Didaktiken und des medialen Habitus der Lehrkräfte an, der den durch die Digitalisierung veränderten Rahmenbedingungen gerecht wird.

Fragestellung
Angesichts des (inzwischen) umfangreichen Angebots an Erklärvideos und der problemlosen Verfügbarkeit für Schülerinnen und Schüler (aufgrund der guten Zugänglichkeit auf einer leicht erreichbaren Plattform und der weitgehenden Ausstattung der Jugendlichen mit Smartphones) ist die Fragestellung der Untersuchung ausgesprochen sinnvoll. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund des Befundes der Studie, dass gelungene Erklärvideos häufig von Schülerinnen und Schülern eingesetzt werden, wenn die Erklärungen der Lehrperson als unbefriedigend empfunden werden.

Zugleich gibt es zur Nutzung von Erklärvideos bislang nur wenige Erkenntnisse, sodass durch die Untersuchung ein bestehendes Forschungsdesiderat bearbeitet wird.

Design
Der vorliegende Beitrag beinhaltet zu wenig Details bezüglich des Untersuchungsdesigns, sodass dieses nicht umfassend beurteilt werden kann. So wird das entscheidende Forschungsinstrument – der eingesetzte Fragebogen – nur sehr oberflächlich erläutert und seine Genese, insbesondere mit Blick auf die Auswahl der Items (und mögliche Skalen), bleibt weitgehend unklar. Somit kann nicht sicher bewertet werden, ob die dort gestellten Fragen und bereitgestellten Antwortmöglichkeiten vollständig, ausgewogen, überprüft und dem Sachverhalt angemessen sind. Auch die methodische Qualität des Fragebogens kann auf Basis des vorliegenden Beitrags nicht eingeschätzt werden. Bezüglich der Auswertungsmethoden erfährt man lediglich, dass Antworthäufigkeiten in Prozentwerten ermittelt wurden. Besonders einschränkend erscheint an dieser Stelle, dass keine Informationen zur Auswahl der Fragen vorliegen, die für die Beantwortung der Fragestellung genutzt und somit im Beitrag berichtet wurden. Eine selektive Auswahl von Fragen zur Stützung der Hypothese kann somit nicht ausgeschlossen werden. Hier besteht dringender Aufklärungsbedarf, der – etwa in zukünftigen Veröffentlichungen – abgedeckt werden sollte.

Ergebnisse
Es ist eine der Stärken der Untersuchung, dass sie Daten zur Häufigkeit der Nutzung von Erklärvideos und hierbei eine Differenzierung nach Schulfächern bietet. Auch Hinweise auf den Ort und die eingesetzten Gerätschaften und Bearbeitungsstrategien sind von Bedeutung. Ein wichtiger – wenngleich nicht völlig überraschender – Befund ist, dass die Nutzung von Erklärvideos häufig dann geschieht, wenn die Erklärungen der Lehrkräfte als nicht zufriedenstellend empfunden werden bzw. nicht verstanden wurden.

Angesichts dieser spannenden und eine erhebliche Forschungslücke aufgreifenden Befunde gilt auch hier – wie bereits oben für das Design angemerkt – die Forderung nach einer vertieften Auswertung der Daten. Die Ergebnisse sollten in weiteren Publikationen detaillierter vorgestellt werden, als es in diesem kurzen Artikel geschehen ist. Hieraus könnten sich dann auch sehr weitreichende Perspektiven ergeben:

  • Verursachen Erklärvideos wirklich die von Cwielong und Kommer angesprochene Legitimationskrise des normalen schulischen Unterrichts, wenn doch derzeit ca. drei Viertel der Befragten derartige Hilfsmittel seltener als wöchentlich einsetzen? Erschöpft sich schulischer Unterricht etwa im Erklären oder schafft er nicht auch Erfahrungs- und Kommunikationssituationen, die weit über das bloße Erklären hinausgehen und kaum durch das Betrachten von Videos erreicht werden können? In diesem Zusammenhang sollte auch bedacht werden, dass viele Erklärvideos nur wenige Minuten dauern, der wöchentliche Schulunterricht aber ca. 35 Stunden. Kann hier wirklich von einer Legitimationskrise gesprochen werden oder handelt es sich eher um eine sinnvolle punktuelle Ergänzung zum schulischen Angebot? Cwielong und Kommer kommen hier zu einer recht eindeutigen Schlussfolgerung, die auf Basis der rein deskriptiven Befunde und der nicht verallgemeinerbaren Daten so nicht passend erscheint. Zudem zeigt sich hier einer der Hauptkritikpunkte der Studie: Der Beitrag besteht weitestgehend aus einer Gegenüberstellung klassischen Unterrichts und Erklärvideos – eine mögliche synergetische Nutzung der beiden unterschiedlichen Angebote oder gar eine Integration von Videos in den Unterricht wird nicht, oder nur sehr oberflächlich, diskutiert.
  • Das Suchen und Auswerten von Tutorials setzt die Eigenaktivität von Schülerinnen und Schülern voraus. Wie verbreitet ist die Bereitschaft zur Eigenaktivität unter den Lernenden? Kommen Erklärvideos letztlich nur einer bestimmten (nämlich der aktiv den eigenen Bildungsweg gestaltenden, im Umgang mit digitalen Medien und Gerätschaften erfahrenen) Gruppe von Schülerinnen und Schülern zugute? Die im Untertitel der Untersuchung angedeutete Kontroverse einer „scheiternden Didaktik“ versus neuer „Formen selbstorganisierten und selbstbestimmten Lernens“ scheint daher überspitzt, sofern man auch diejenigen Schülerinnen und Schüler im Auge behält, welche (noch) nicht selbstbestimmt lernen können oder wollen. Möglicherweise würde hier eine differenzierte Auswertung nach Schulformen und Altersstufen zu vertieften Einsichten führen.
  • Bei einer Reihe von Unterrichtsthemen gibt es inzwischen eine größere Zahl von Erklärvideos. Das bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler – im Gegensatz zum „regulären“ schulischen Unterricht auswählen können, von wem und auf welche Art und Weise ihnen etwas erklärt wird. Nach welchen Kriterien wählen Schülerinnen und Schüler aus, auf welches Video sie zugreifen? Können Lehrkräfte aus diesen Entscheidungen etwas für die Gestaltung ihres eigenen Unterrichts lernen?
  • Cwielong und Kommer weisen darauf hin, dass Erklärvideos von den Schülerinnen und Schülern in sehr unterschiedlichem Maße für die verschiedenen Fächer herangezogen werden. Kann dies auch damit zu tun haben, dass die Themen der Fächer ein unterschiedliches Maß an Ergebnisoffenheit beinhalten? Im Fall von Mathematik etwa kann in der Regel mit einem bestimmten Lösungsweg ein eindeutiges Ergebnis erzielt werden, im Fall von Gedichtinterpretationen oder der Beurteilung einer historischen Situation ist oftmals weder der Arbeitsweg noch das Ergebnis in ein eindeutiges, immer zutreffendes Schema zu „pressen“. Von daher könnten Erklärvideos von vorneherein für die Erarbeitung mathematischer Sachverhalte besser geeignet sein als für kulturwissenschaftliche Fragestellungen.
  • Bricht man das Betrachten von Erklärvideos auf dessen basale pädagogische Situation herunter, so handelt es sich dabei um eine extreme Form von Frontalunterricht. Was sagt es über die Alltagstauglichkeit der in der Schulforschung gängigen Urteile über Frontalunterricht aus, wenn Schülerinnen und Schüler verbreitet freiwillig auf diese Unterrichtsform zurückgreifen und davon offenbar profitieren? Ist hier eine differenzierte Betrachtung der Nutzung unterschiedlicher Lerngelegenheiten zu unterschiedlichen Zwecken sinnvoll?

Abschließend sei darauf hingewiesen, dass für viele Schülerinnen und Schüler der aktuellen Generation Internetbeiträge möglicherweise stärker der eigenen Lebensrealität entsprechen als klassische Unterrichtssituationen. Die Bereitschaft, Erklärungen per Video zu verfolgen, dürfte möglicherweise größer sein als die, alltäglichen Ausführungen der Lehrkräfte zuzuhören. Diese hypothetische Annahme ginge damit einher, dass sich hinter der Nutzung dieser Videos gar keine Krise des Erklärens durch die Lehrkraft verberge, sondern eine Krise der Bereitschaft, im „normalen“ Unterricht zuzuhören, was letztlich ein Motivationsproblem auf Seite der Lernenden bedeuten würde.

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Unterstützung für die Praxis
Diese Rezension wurde erstellt von:
Dr. Heinz Sander, Lehrer am Gymnasium der Stadt Kerpen – Europaschule und Privatdozent an der Universität zu Köln

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